Glücklich vermittelt

In diesem Bereich können Sie Berichte und Geschichten über unsere erfolgreich vermittelten Schützlinge nachlesen, die ein glückliches neues Zuhause gefunden haben.

Wenn Sie Ihren Bericht hier veröffentlichen möchten, so schreiben Sie uns eine E-Mail an info@tierherberge-egelsbach.de mit dem Betreff: Ein neues Zuhause.

Wir stellen Ihren Bericht dann hier ein (gerne auch mit einem Foto Ihres Schützlings).

 

Leo

SoftTINOs grüßt alle!

Ich wurde umbenannt auf Leo und höre sehr gut. Sobald man mich ruft komme ich wie ein Flitzebogen voller freudiger Erwartung gerannt, egal ob drinnen oder draußen.
In meinem neuen Zuhause fühle ich mich sehr wohl. Als Zweithund habe ich eine (fast-) immer vorbildliche Hundedame namens Emma an meiner Seite. Sie geht gerne mit mir auf Entdeckungsreisen. Für meine jungen 9 Monate ist ja praktisch alles interessant für mich. Sie teilt auch gerne das Hundebett mit mir. Nur manchmal wird sie zickig.

Dafür habe ich selbstverständlich ein eigenes Bettchen. Stubenrein bin ich ja auch schon.
Am Liebsten übe ich neue Kommandos und verbringe meine Zeit gerne im Garten, oder auf der Hundewiese. Bei neuen Hundebekanntschaften kann ich schon mal laut werden. Mir gefällt nicht jedes Hundegesicht!

Im neuen Heim gab es von Anfang an rohes Fleisch. Ich war skeptisch, aber jetzt würde ich meine Mahlzeiten nicht mehr tauschen wollen. Sogar beim Metzger war ich dabei und durfte alles probieren. Sehr sympathischer Mann für mich.

Mein Frauchen achtet sehr auf unsere Ernährung und auf die Fellpflege. Hundewellness, ganz was feines! Ich liebe es gekämmt zu werden. Das tollste ist das Kokosöl nach meiner Bürstenmassage. Da werde ich immer nervös vor lauter Freude. Beim neuen Tierarzt war ich auch schon zur Vorstellung. Natürlich bin ich ein kerngesunder junger Hüpfer! Immer wieder gerne würde ich zu ihm gehen.

Es ist ein tolles Gefühl durch das hohe Gras zu rennen und die Vögel zu beobachten. Dann bin ich zu Hause immer sooo müde, dass ich gleich einschlafe. 
Frauchen und Herrchen müssen von mir einfach begeistert sein, denn ich weiß schon genau wie ich sie um die Pfote wickeln kann.

Mir geht's sehr gut. Ich habe ein schönes Zuhause bekommen und Frauchen und Herrchen geben uns 2 Vierbeiner nicht mehr her!

Herzliche Grüße

Euer Leo (SofTINOs)

...und natürlich Freundin Emma

Tessa

Ein neues Zuhause für Tessa 

Hallo liebes Tierherberge Team,
durch eure Hilfe haben wir nun seit fast einem Jahr unsere Tessa. Wir können nicht genug Danke für diesen tollen Hund sagen. Sie macht jeden Tag einfach Freude. Ihr bester Freund ist der weiße Perserkater. Beide kuscheln und küssen miteinander. So goldig. Unser kleiner Kaninchenbub wird von Tessa immer von oben bis unten abgeleckt, das mag er sogar wirklich. Das einzige was Tessa nicht mag, ist Regen. Ohne ihren Mantel geht da gar nix. Wir wünschen für eure Hunde viel Glück und für alle ein gutes Zuhause.

Liebe Grüße von der ganzen Familie Wiedl

Fluffy- Glücklich vermittelt

Ein neues Zuhause für Fluffy 

Am 15.01.2017 dürfte ich Fluffy mit nach Hause nehmen. Wollte eigentlich nur Gassi gehen, doch die süße Maus hat meine Gedanken gefesselt. Als sie mich nach einem Spaziergang so böse angeschaut hat, habe ich sie dann reservieren lassen. Wir mussten nur noch auf die Blutwerte warten.

Treppen wollte Sie am Anfang auch nicht gehen und Tiefgaragen machten ihr Angst. Das ist jetzt alles vorbei!

Wir haben echt einen großartigen Hund bekommen, der super in unsere große Familie passt.

Eure Famile Becker und Fluffy

Das ist Krümel

Ich bin Krümel.

Meinem Namen mache ich wohl alle Ehre, denn wenn ich etwas essbares vom Tisch fallen sehe, bin ich blitzschnell zur Stelle und beseitige die Unordnung für mein Herrchen.

Ursprünglich komme ich aus einem sehr großen Tierheim in Rumänien, weswegen ich für manche Leute etwas ängstlich wirke. Aber das bin ich nicht mehr.

Eigentlich liebe ich es Freunde zu finden, zwei Hunde aus der Nachbarschaft habe ich schon als Freunde gewonnen. Mit Toni verstehe ich mich blendend! Bellen tue ich sehr selten, nur dann wenn ich denke dass ich mein Herrchen beschützen muss oder wenn mir jemand meine Krümel klauen will.

Ich schlafe nicht gerne alleine, da bin ich wohl doch noch etwas ängstlich. Dafür mag ich es umso mehr mich dabei an mein Herrchen zu kuscheln! Generell liebe ich es, in Gesellschaft meiner Familie zu sein und möchte so viel es geht an ihr teilhaben. Deshalb fühle ich mich auf der Couch einfach pudelwohl.

Ich weiß selbst, dass ich manchmal ein Frechdachs sein kann aber meine Familie hat immer etwas zu lachen. Ich fühle mich in meinem neuen Zuhause wirklich wohl und schenke meiner Familie ganz viel liebe, die von Ihnen erwidert wird. Ich bin endlich angekommen und möchte hier nie wieder weg!
Ich bin angekommen

Hallo Miteinander!

hier ist Clyde. Ja, ich durfte meinen Namen behalten, auch wenn die Oma es gar nicht
lustig fand mich nach einem Kleidungsstück zu benennen (Kann ich gar nicht verstehen).
Egal, ich finde es hier super. Ich habe viel Platz und zwei feste Plätzchen auf dem ich mich
nach dem Toben mit Herrchen oder dem Gassi gehen, richtig gemütlich ausruhen kann.
Stöckchen und Bällchen finde ich nach wie vor doof, aber Herrchens Socken zu zerlegen (wenn
er sie mir zum spielen anbietet), finde ich klasse! Wenn schönes Wetter ist renne ich auch mal
durch den Garten und schaue, wie weit ich durch das Gebüsch komme. Meine tierischen
Nachbarn sind auch in Ordnung. Wenn wir uns begegnen wird sich kurz begrüßt und dann
möchte ich auch schon weiter. Anfangs dachte ja meine Familie, das ich irgendwas mit den
Stimmbändern hätte, da ich es lange Zeit nicht für nötig hielt, einen Mucks zu machen. Warum auch?
Nur wenn ich größere Rüden sehe, dann mache ich schon vorher auf mich aufmerksam, auf dass
er mir ja vom Leibe bleibt.

Sonst führe ich, glaube ich, ein recht gechilltes Leben. Leckerlies gibt es nur, wenn ich auch dafür was
tue. Manchmal geht mir das alles aber nicht schnell genug oder könntet ihr auf ein Stück leckeren
Käse eine gefühlte Ewigkeit warten? Da spule ich dann all die Befehle hintereinander weg ab. Irgendwas
wird schon passen! Klappt nur nie. Muss dann doch nochmal genau hin hören, was von mir gerade
verlangt wird. Bin ja ein gelehriger Schüler und gehe, um außer Platz und Sitz noch mehr zu können, in die Hundeschule. Spielen inklusive! Und wenn dann abends alle Zuhause sind, wird richtig lange geschmust,
das ist so toll! Vor allem wenn ich am Bauch gekrault werde, da muss ich immer wieder klar machen, dass
sie ja nicht aufhören sollen.

Alle, denen ich bisher begegnet bin, sind von mir begeistert, auch diejenigen, die mich nicht anfassen können, was ich doof finde aber wenn ich gesagt bekomme ich soll ihnen nicht zu nahe kommen, dann geh ich eben zu Herrchen oder
Frauchen und hol mir da meine Streicheleinheiten. Auch einer Freundin meines Frauchens konnte ich ein wenig die Angst vor meinesgleichen nehmen. So richtig streicheln traut sie sich zwar nicht aber sie ist zumindest entspannt, wenn ich einfach neben ihr liege. 

Ich für meinen Teil möchte gar nicht mehr weg. Ich habe alle Annehmlichkeiten, die ich mir nur wünschen
kann und werde jeden Tag mit ganz viel Liebe überschüttet und gebe genauso viel zurück. Und dass sie mich
nicht mehr hergeben wollen, höre ich auch fast täglich. Was will "Hund" mehr?

Alles Liebe

Clyde

Hallo Leute,

es ist ja nun eine Weile her, seitdem ich das letzte Mal von mir habe hören lassen, ich hoffe Ihr seid alle wohlauf.  

Wisst Ihr, seit ich im September letzten Jahres die Tierherberge Egelsbach verlassen habe (um genau zu sein, feiere ich gerade das 1jährige Jubiläum meines „neuen“ Lebens), war ich ziemlich beschäftigt – also tut mir leid, dass ich länger nix von mir habe hören lassen.

Aber, und das soll jetzt nicht arrogant oder so klingen, Ihr wisst vermutlich nicht,  wie das so ist, als Star durchs Leben zu wandeln, manchmal erschöpft es mich auch ein wenig und ich freue mich immer wieder auf meine diversen privaten Relax-Zonen in meinen diversen privaten Rückzugs-Oasen. Aber dazu später....

Ach so, falls Ihr – diese Möglichkeit könnte ja bestehen, wobei ich das nicht wirklich glaube- nicht wissen solltet wer ich bin:

Ich bin´s, Tycoon, ehemals Straßenhund aus Rumänien, der mit der stets eingezogenen Rute und dem abgeschnittenen Ohr, wunderschön in Form und Farbe mit 2 Vorder-Pfoten, welche anmuten, als hätte ich weiße Winter-boots an J (wasn´ Quatsch, würde ich ja wohl kaum tragen im Sommer aber sind halt ein echter Blickfang meine Beine J ).

Ihr erinnert Euch?

Im Dezember letzten Jahres habt Ihr hier schon mal was von mir gelesen.

Ja ja damals, am Anfang war es schon ganz schön komisch für mich; aus Rumänien nach Deutschland, aus der Tierherberge nach Sachsenhausen, da war mein Motto, lieber unauffällig und leise schauen, was so passiert und wie alles funktioniert, bloß nicht bellen, bloß nicht mit dem Schwanz wedeln, bloß nix falsch machen.

Rückblickend muss ich jedoch sagen, es lief alles wie geschmiert, neues Zuhause fand ich gleich klasse, ist immer wer da, bin selten länger alleine, komme oft raus an die Luft und das Essen ist auch nicht von schlechten Eltern.

Aber dann:

Ich war mittlerweile gerade mal so knapp 3 Monate in meinem neuen Zuhause, dieses lustige Fest mit dem grün geschmückten Waldbaum (der übrigens echt lecker im Wohnzimmer nach Wald geduftet hat – also bevor er mit lauter bunter Deko geschmückt und in meinen Augen völlig entartet  wurde) war gerade vorüber, da war wohl geplant, mich direkt für eine Woche zu mir völlig unbekannten guten Freunden meiner Familie „outzusourcen“.  

Grund dafür: meine Familie hatte schon längere Zeit, bevor sie sich hoffnungslos in mich verliebt und aus Egelsbach mit nach Sachsenhausen genommen hatte, ihren Weihnachtsurlaub Richtung Süditalien gebucht und hatten mir entsprechend kein Flugticket besorgen können –weil sie mich ja noch gar nicht kannnnnnnten.

Okay, ich muss an dieser Stelle vorausschicken, sie hatten sich ja schon sehr bemüht, mir meine Gasteltern schmackhaft zu machen und wir sind ein paar mal zu den netten Zweibeinern -die sich wohl auch voll auf mich gefreut hatten und mich auch ins Herz geschlossen hatten– nach Hause und auch gemeinsam spazieren gegangen, damit ich dort alles erschnüffele und mich auch für die 1 Woche so richtig wohlfühle bei ihnen.

Also wie soll ich sagen, der Tag des Abfluges rückte näher, der Baum wurde abgeschmückt, komische Metallboxen (ich glaube man nennt sie Koffer oder so) standen plötzlich mitten im Flur herum und die Kinder waren irgendwie kirre aufgeregt.  Sprich, ich habe natürlich gleich gemerkt:

Da läuft was – und zwar in einer Weise, die mir nicht gefällt. Und zwar, ganz und gar nicht... Frauchen sendete auch merkwürdige, traurige Schwingungen aus, obwohl sie mich mit Worten und auffällig vermehrten Streicheleinheiten und Kopfküssen vom Gegenteil überzeugen wollte.

Mein Herrchen brachte mich dann am Vortag der geplanten Abreise des Rudels (ich nenne es mal meinen persönlichen „Super-Gau-Abschiebungstag“) zu den Freunden...

Jo, wie soll ich sagen, da hatte mein Rudel die Rechnung ohne den Wirt, in diesem Fall ohne mich gemacht... nur um das klarzustellen, meine Gasteltern waren echt cool, haben wirklich alles versucht, bis 2.00Uhr morgens gingen sie auf mein Drängen und Generve hin immer wieder mit mir raus und an der Nidda Gassi (übrigens nebenbei bemerkt, ein cooler Ort – kleine Anmerkung hier für meine werten 4beinigen LeserJ), gaben mir Leckerlies ohne Ende, redeten beruhigend auf mich ein, legten sich sogar aufs Sofa zum Schlafen direkt neben mein Körbchen , aber ... nix da... ich bellte, ich kratzte an der Tür, ich riss ein Riesenloch in mein Körbchen (vermutlich dachte ich mir, ich könnte mich tunnelmäßig durch den Boden bis nach Hause graben) etc etc.

Also durfte ich um 07.00 Uhr morgens wieder zurück nach Sachsenhausen, wo das Rudel dann entschied, dass das Frauchen durchaus auch mal ein paar Tage mit mir alleine verbringen darf und nicht mit in den doofen Süden in die doofe Sonne fliegen muss. Ist ja auch gar nicht so gesund, zu viele UV Strahlung und so – Ihr wisst und überhaupt,   Schnee, graues Wetter und ein trüber Himmel können nämlich auch attraktiv sein, solange ich dabei bin und unauffällig unter dem Tisch, das in den nächsten Tagen –wenn auch langsam aber stetig - wachsende 1000teilige Riesen-Starwars-Puzzle gemeinsam mit beaufsichtige.

Hab´ dafür auch ganz brav mit meinem Frauchen ins Neue Jahr reingefeiert und ihr damit die sehr lauten Silvesterknaller in Neapel erspart.  Ich denke, sie hat sich über ein paar ruhige Stunden auch echt gefreut und konnte endlich mal in Ruhe die Wohnung aufräumen (ohne dass sie ständig von jemandem abgelenkt wurde, also natürlich außer von mir hihi).  Wir unternahmen schöne, lange, ruhige Spaziergänge und sprachen wenig mit anderen in dieser Zeit, auch mal schön um achtsam in sich zu gehen. Ja, ich denke, das habe ich ganz gut für sie gedeichselt.

Als dann alle wieder da waren – die Jungs kamen ein paar Tage früher zurück, haben es wohl ohne mich nicht wirklich gut ausgehalten - konnte das neue Jahr dann auch  sehr cool beginnen; ich wurde von Tag zu Tag souveräner und habe meine Freundschaften mit den Hunden aus dem Viertel noch vertiefen können.  

Franky, ebenfalls ein Kumpel aus der Tierherberge wohnt genau schräg gegenüber und immer wenn wir uns sehen, freuen wir beide uns sehr. (Nagut, ich bin natürlich der Ältere und erwarte einen gewissen Respekt von der Jugend von heute).

Jill ist meine große Liebe hier in der Straße und ich beehre sie abends immer mit einem kleinen Liedchen, das ich anstimme, wenn ich an ihrem Tor kurz stehenbleibe und nach ihr rufe.

Meine Seelenverwandte und treueste Gefährtin jedoch heißt Ziva; sie, ihr Kumpel Ruechen und ich machen regelmäßig unsere gemeinsamen super lustigen und abwechslungsreichen Waldspaziergänge, die mir sooo gut tun und mir unheimlich viel Selbstvertrauen geschenkt haben.  

Mittlerweile habe ich auch eine ganz neue Körperhaltung, mein Rudel denkt manchmal, ich sei gewachsen, dabei gehe ich nur aufrecht J.

Zwischendrinnen gabs´auch schon mal die erste Zecke, eine kleine Analdrüsenentzündung  und einmal habe ich mir bei einer wilden Verfolgungsjagd mit einem Reh wohl eine kleine Zerrung zugezogen und wenige Stunden gehumpelt.  Aber alles in allem bin ich pumperlgesund, also jedenfalls ist ALLES TOPSKI (Zitat Ziva).

Erwähnte ich bereits meine große Reise bzw meine beiden großen Reisen? Das muss ich Euch noch erzählen.

Also die erste Reise machten wir im Frühjahr an einen MEEEGA-grossen See, namens Lago Maggiore oder so.  Das war echt toll; für die Fahrt hatte mein Rudel mir eine total bequeme „Hütte“ fürs Auto geschenkt, mein Herrchen nennt es „Trappolone“, das ist wohl italienisch und heisst übersetzt so was wie „Riesenfalle“ – ist aber in echt eine kuschelige Höhle, die mir ganz alleine gehört.

Hat alles prima geklappt, hab keine Übelkeit im Auto gehabt und ausreichend Pipi-Pausen wurden bei der Fahrtzeitenberechnung ebenfalls für Kinder und Hund mit einkalkuliert, wobei mich hier die Kinder häufig toppten.  Hehe..

Waren Kinder und Hund fertig, musste meistens Frauchen oder Herrchen eine Kaffeepause einlegen, so dass wir alles in allem viele schöne Raststätten mit duftenden Hundewiesen kennenlernten.

Dann ging es im Sommer wieder nach Italien, aber weiter nach unten und - ja ja ich weiß schon, die Leishmaniose... die ist doof.

Wirklich.

ABER es gibt hier ja so eine klebrige, ölige, glitschige Masse, die stark nach Kokosnuss duftet (nicht dass ich das vorher gewusst hätte), damit kam das Frauchen ab und zu angerannt und streichelte mich unauffällig überall ... bis ich irgendwann schon recht angewidert davon war.

Aber da meine zweibeinigen Brüder parallel mit der 50er Sonnencreme gequält wurden, fügte auch ich mich schicksalsergeben der Prozedur.

Natürlich gab es vor der Abreise auch noch die chemische Keule in Form von Advantix, welche mich zusätzlich vor den blöden Mücken schützen sollte und einige Beratungsgespräche mit unserem Tierarzt bzgl Prophylaxe on Top.

Mein Rudel dachte wirklich lange darüber nach, ob sie mich mitnehmen sollen und entschied sich dafür, dass ich nunmehr zur Familie gehöre und sie auf keinen Fall 4 Wochen ohne mich sein wollen.

Sie haben auch alles getan, um zu verhindern, dass mich auch nur eine einzige Schmetterlingsmücke sticht, also hoffe ich mal, ungeschoren davon gekommen zu sein und nix abbekommen zu haben.

Wer weiss, vielleicht erfindet ja mal irgendwann ein toller Mensch eine Art Impfstoff gegen diese unschöne Erkrankung und ansonsten genieße ich einfach die Zeit, die mir und meinem mich über alles liebendes Rudel gemeinsam vergönnt ist.

Heute nach nunmehr einem Jahr belle ich die von Schule, Büro, Einkauf etc zurückkommenden Rudel-Mitglieder freudig an, wenn sie e-n-d-l-i-c-h wieder in Sicherheit zuhause bei mir sind und ich sie entsprechend vor den vielen in der Welt lauernden Gefahren beschützen kann, die wissen ja gar nicht, welchen Gefahren sie sich tagtäglich aussetzen.

Wie weiter oben erwähnt, wollte ich Euch ja noch von meinen Entspannungszonen berichten;  erwähnte ich schon, bei  welchem „Level“ ich bereits angekommen bin? Nöo oder?

Also meine beiden grossen Brüder (sind 8J und fast 11J jung und von zweibeiniger Natur) spielen immer so lustige Spiele auf ihrer – so nennen sie sie – „Playsi“ – und da hab ich so was aufgeschnappt wie „ich bin im nächsten LEVEL“…… ist auch nicht zu überhören, weil sie das normalerweise nicht gerade im Flüsterton von sich geben.

Da dachte ich mir, Moment, da kann ich doch auch mitspielen.

Zu Beginn, als ich ganz frisch war bei meinem neuen Rudel, habe ich mich immer auf den nackten Holzboden gelegt bzw. in einem Busch im Garten möglichst weit hinten versteckt; aber schon nach wenigen Tagen eroberte ich die -eigens für mich- angeschafften, sehr warmen und kuscheligen beiden Hundekörbchen.

Nach nur wenigen Wochen bemerkte ich, dass einige der Sofas wohl für mich vorgesehen waren, auf jeden Fall lagen da so tolle weiche Decken drauf, die mir zuzurufen schienen: „komm Tycoon, komm“ .

Nun denn, gesagt getan.

Seitdem erweiterte ich so peu-a-peu meinen Wirkungskreis von Level 0 (harter Boden) über Level 1 (Körbchen) auf Level 2 (Sofas) und – das Beste hebt man sich ja für gewöhnlich für den Schluss auf – Level 3 :  die suuuuper bequemen Betten des Rudels .

Das Wichtigste für mich ist aber, neben dem Genuss der soeben beschriebenen Relax-Komfortbereiche:

einfach dabei sein zu dürfen. Wenn ich mit will, stelle ich mich ostentativ an die Eingangstüre, die wissen dann schon was Sache ist und meistens –wenn es geht – darf ich dann auch mit.

Mein Frauchen hat mich zum Schluss noch gebeten, Euch das Folgende von ihr auszurichten und zwar:

Dass mich meine Familie zu sich genommen hat, war mit das Beste was sie tun konnten, sie bereuen es nicht einen einzigen Tag und sie sagt außerdem, sie hofft, dass, wenn Ihr diesen Artikel lest, Ihr vielleicht auch Lust bekommt, Euch einen süßen, einsamen, sich nach einer Familie sehnenden Straßenhund aus der Tierherberge zu holen; es tut mir leid,  bei mir ist kein Platz für einen weiteren Kumpel, aber auch ich fände es super toll von Euch, wenn Ihr das tätet, denn es bereichert Euer Leben ungemein und Ihr werdet nie mehr ohne Euer neues Familienmitglied sein wollen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein tolles restliches 2017 und bis bald mal wieder.

Euer Tycoon