Presse

Hier finden Sie einige Berichte, die über die Tierherberge erschienen sind. Die Berichte stammen aus Zeitungen wie dem Darmstädter Echo oder aus Online-Medien.


23.08.2017         Zeitungsbericht

Offenbach Post

Parasiten-Vorwurf trifft Tierherberge knallhart

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28.01.2014     Allgemeiner Hinweis

Informationsmaterial zu Pelzprodukten – Deutscher Tierschutzbund

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Weitere Infos des DTSB zum Thema Pelz: (extern)


05.08.2014     Fernsehbericht

hr fernsehen – alle wetter! – (05.08.2013)

Wie geht es den Hunden bei der Hitze?

Bei den Menschen wie bei den Hunden gibt es unterschiedliche Arten mit den Wettereinflüssen klarzukommen. Einige Vierbeiner vertragen die hohen Temperaturen ohne Probleme, andere müssen besonders versorgt und gepflegt werden.  Bild: © hr Am Mittag ab in den Schatten

 

Wir waren heute in der Tierherberge im hessischen Egelsbach. Dort haben wir uns angeschaut, wie es den Hunden geht und was man alles tun kann, um die Hitze erträglich zu machen. Mehr weiß unsere »alle wetter!« Reporterin Simone Kienast.

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13.07.2013     Zeitungsbericht

Dreieich Zeitung

Etappensieg im Überlebenskampf Tierherberge bis Mitte 2015 gerettet

Egelsbach (hs) – Aufatmen bei den Verantwortlichen des Tierrettungsdienstes Frankfurt: Der Verein, der als Betreiber der seit geraumer Zeit akut von der Schließung bedrohten Tierherberge Egelsbach fungiert, hat bei einem vor Kurzem am Verwaltungsgericht Darmstadt über die Bühne gegangenen Erörterungstermin mit Vertretern des Kreises Offenbach einen extrem wichtigen Etappensieg im Überlebenskampf dieser Einrichtung erringen können. Die beiden streitenden Parteien haben sich nämlich in einem Vergleich darauf geeinigt, dass der Bestand der Tierherberge zunächst einmal bis Mitte 2015 ohne Wenn und Aber gesichert ist.

Wäre es nach den Zuständigen des Veterinäramtes und der Bauaufsicht des Kreises gegangen, hätte die direkt am Egelsbacher Flugplatz gelegene Einrichtung schon längst, spätestens aber zum 1. Oktober dieses Jahres, geschlossen werden sollen. Denn zum einen warf man den Betreibern vor, nicht etwa gemeinnützige Tierschutzarbeit zu leisten, sondern gewerbsmäßigen Handel ohne die dafür erforderliche Betriebserlaubnis zu betreiben, weil in dem Hunde-Asyl auch Vierbeiner aus dem Ausland aufgenommen und gegen Entgelt vermittelt werden. Und zum anderen drehte die Bauaufsicht des Kreises dem Verein einen Strick daraus, dass die Gebäude der Tierherberge vor über vier Jahrzehnten ohne Baugenehmigung errichtet worden waren.

Doch das Verwaltungsgericht schlug sich auf die Seite der Tierschützer. Wie diese konnten auch die Darmstädter Juristen auf veterinärrechtlicher Ebene keinen gewerbsmäßigen Handel erkennen, sondern attestierten den Betreibern vielmehr, einer Tierschutztätigkeit nachzugehen. „Schließlich erzielen wir mit den Vermittlungsgebühren nachweislich keine Gewinne“, fiel Cornelia Finkbeiner und ihren Mitstreitern eine ganze Gerölllawine von den Herzen, dass das Gericht die Tierherberge rechtskräftig als Tierschutzeinrichtung anerkannt und dem Veterinäramt gleichzeitig auferlegt hat, dem Hunde-Asyl die zuvor verweigerte Betriebserlaubnis bis Mitte 2015 ohne den Zusatz der Gewerblichkeit zu erteilen. „Damit bleibt uns auch die so wichtige Gemeinnützigkeit erhalten“, betont die Sprecherin des Vereins.

Auch was das baurechtliche Verfahren anbelangt, hat das Gericht der Kreisbehörde den Wind aus den Segeln genommen: Für die nächsten zwei Jahren darf am aktuellen Status quo nicht gerüttelt werden. Allerdings hat sich der Tierrettungsdienst im Gegenzug dazu verpflichtet, in dieser Zeit für das derzeitige Betriebsgelände die Voraussetzungen für eine genehmigungsfähige Bebauung zu schaffen oder auf ein Alternativgrundstück umzusiedeln.

Während Letzteres jedoch schwer zu finden sein dürfte (die bisherige Suche verlief nämlich komplett im Sande), sieht es in Sachen Schaffung von Baurecht am jetzigen Stand laut Finkbeiner ungleich besser aus: „Es gibt bereits konkrete Gespräche mit den Verantwortlichen der Hessischen Flugplatz GmbH als Eigentümer des Grundstücks hinsichtlich eines langfristigen Pachtvertrages.“ Und auch die Gemeinde Egelsbach habe schon signalisiert, dass sie einem Bebauungsplan für das Areal positiv gegenüber stehe.

Nachdem nun also die Schließung der Tierherberge erst einmal vom Tisch ist und deren Verantwortliche mit ein wenig mehr Zuversicht in die Zukunft blicken können, hoffen Finkbeiner und Co., dass auch die Bevölkerung weiterhin zu ihnen und ihren vierbeinigen Schützlingen hält. „Um die baurechtliche Legalisierung als nächsten Schritt realisieren zu können, sind wir auf Spenden angewiesen“, erklärt die Sprecherin. Wer die Tierherberge unterstützen will, kann seinen Obolus auf das Konto mit der Nummer 4706102 bei der Volksbank Dreieich, BLZ: 505 922 00, überweisen. Weitere Infos sind im Internet (www.tierherberge-egelsbach.de) erhältlich.

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25.05.2013     Zeitungsbericht

Pressemeldung vom 23.05.2013 – Tierherberge Egelsbach –
FORTBESTAND DER TIERHERBERGE VORERST GESICHERT!

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Pressemeldung_23.05.2013

Frankfurter Rundschau (23.05.2013)
Tierheim darf weitermachen

Der Kreis Offenbach schließt einen Vergleich mit dem Trägerverein der Tierherberge Egelsbach.

Egelsbach –   Die Tierherberge Egelsbach neben dem Flugplatz, die vom Frankfurter Tier-Rettungs-Dienst betrieben wird, kann vorerst weitermachen. Der Kreis Offenbach hat jetzt vor dem Verwaltungsgericht Darmstadt einen Vergleich mit dem Verein geschlossen, wie Kreissprecherin Kordula Egenolf bestätigte. Demnach erteilt der Kreis der Tierherberge, in der zurzeit etwa 70 Hunde untergebracht sind, eine tierschutzrechtliche Genehmigung bis zum 30. Juni 2015.

„Wir sind sehr erleichtert, dass das Gericht es auch so sieht, dass wir Tierschutz betreiben und keinen gewerblichen Handel mit Hunden“, sagte Vereinssprecherin Cornelia Finkbeiner der Frankfurter Rundschau. „Wir bauen jetzt darauf, dass uns beim Kreis geholfen wird.“

Der Kreis Offenbach hatte gefordert, dass die ohne Baugenehmigung errichteten Gebäude auf dem Pachtgelände zum 1. Oktober dieses Jahres abgerissen werden sollten und dass der Tierbestand bereits zum 15. April aufgelöst werde müsse. Dagegen hatte der Verein geklagt. Die laut Kreis einst illegal erbauten Hütten, könnten doch nachträglich legalisiert werden, hieß es damals.

Der Verein hat das Gelände bisher lediglich auf zehn Jahre gepachtet. Falls der Pachtvertrag in einen langfristigen umgewandelt werde und es eine Baugenehmigung gebe, würde der Verein hier gerne neu bauen, sagte Finkbeiner. (aph.)


23.05.2013     Zeitungsbericht

Frankfurter Allgemeine Zeitung (17.05.2013)

Tierherberge Egelsbach kann Arbeit fortsetzen

toe. EGELSBACH. Die drohende Schließung der Tierherberge in Egelsbach ist abgewendet. Der Träger des Tierheims, der Tierrettungsdienst Frankfurt, hat am Mittwoch vor dem Verwaltungsgericht Darmstadt mit dem Landkreis Offenbach einen Vergleich geschlossen. Wie der Gerichtssprecher gestern auf Anfrage sagte, wird dem Tierheim bis zum 30. Juni 2015 die tierschutzrechtliche Genehmigung erteilt. Die Stilllegungsverfügung wurde aufgehoben, und die Abrissverfügung wird bis Ende Juni 2015 nicht vollstreckt. Bis dahin muss der Verein mit der Kommune dafür sorgen, dass das Anwesen baurechtlich legalisiert wird oder aber einen anderen Standort gefunden haben.

Wie berichtet, hatte der Kreis moniert, dass auf dem neben dem Flugplatz liegenden Gelände illegal errichtete Gebäude stünden und dass keine “Erlaubnis für den gewerbsmäßigen Tierhandel” beantragt worden sei. Der Verein hatte dagegen geklagt, dass die vom Kreisveterinäramt zum 15. April angeordnete “Auflösung des Tierbestands” Wirklichkeit wird.

Cornelia Finkbeiner, Sprecherin des Vereins, zeigte sich gestern erleichtert. Vor allem habe das Gericht das Heim als Tierschutzeinrichtung anerkannt. Die Hunde werden zwar an neue Halter vermittelt, der Verein hat sich aber stets gegen die Auffassung gewehrt, er betreibe Tierhandel. Die Hunde stammen vor allem aus dem Ausland. Finkbeiner sagte, der Verein führe mit der Hessischen Flugplatz GmbH “konkrete Gespräche” über einen langfristigen Pachtvertrag.


17.05.2013      Zeitungsbericht

Dreieich Zeitung (24.04.2013)
Warten auf Justitias Urteil Tierherberge: Landrat hat Zeit

Egelsbach (hs) – Einst wurde die örtliche Tierherberge ohne Baugenehmigung, also illegal, im sogenannten Außenbereich neben dem Egelsbacher Flugplatz errichtet. Das war den Behörden zwar jahrzehntelang völlig egal, aber mittlerweile wollen sie den Verantwortlichen des Tier-Rettungsdienstes Frankfurt als Betreiber der Einrichtung bekanntlich unter anderem daraus einen Strick drehen. Fast noch schwerer wiegt nach Ansicht der Zuständigen im Kreishaus jedoch die Tatsache, dass dem häufig aus allen Nähten platzenden und nun dennoch akut vom Abriss bedrohten Hunde-Asyl wegen der fehlenden Baugenehmigung – und weil der Verein angeblich gewerbsmäßigen Hundehandel betreibt – auch keine tierschutzrechtliche Genehmigung erteilt werden kann.

Auf diese Zusammenhänge machten Landrat Oliver Quilling und die Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger vor Kurzem einmal mehr bei einem Gespräch mit Egelsbachs Bürgermeister Jürgen Sieling aufmerksam.

Dabei wies die christdemokratische Doppelspitze aus dem Kreishaus zudem darauf hin, dass für sie die maßgebliche Frage sei, ob der Verein denn nun gewerbsmäßigen Hundehandel betreibe oder nicht. Der Kreis habe in der Vergangenheit mehrfach gefordert, dass eine Erlaubnis für gewerbsmäßigen Tierhandel beantragt werden müsse, sofern die Tierherberge weiterhin Hunde aus dem Ausland aufnehmen und gegen Entgelt abgeben wolle, betonte Quilling laut einer Pressemitteilung. „Dieser Antrag wurde aber nicht gestellt.“

Folglich müsse das Verwaltungsgericht Darmstadt, bei dem gegenwärtig sowohl ein baurechtliches als auch ein tierschutzrechtliches Verfahren zwischen dem Bau- und dem Veterinäramt des Kreises auf der einen und dem Tier-Rettungsdienst auf der anderen Seite anhängig ist, erst einmal in dieser Angelegenheit eine Entscheidung fällen. Bis dahin seien weitergehende konkretere Überlegungen zum Standort oder zu baulichen Voraussetzungen „nicht sinnvoll“, so der Landrat.

Abgesehen davon gelte das Vergleichsangebot des Gerichts, dem der Kreis bereits zugestimmt habe. „Wenn sich die Tierherberge verpflichtet, auf die Aufnahme neuer Tiere zu verzichten, wird der Kreis im Gegenzug nichts unternehmen, bis im Hauptsacheverfahren entschieden ist.“

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07.04.2013     Zeitungsbericht

Offenbach-Post (05.04.2013)

Kreis:
Bei Tierherberge Justiz am Zug 

Bild: © Strohfeldt

Egelsbach – In der Auseinandersetzung um die Zukunft der Tierherberge hat aus Sicht des Kreises nun die Justiz das Wort.
Bekanntlich stehen sich die Behörde und der Tier-Rettungsdienst Frankfurt, der das Hundedomizil am Flugplatz betreibt, sowohl in einem bau- als auch tierschutzrechtlichen Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Darmstadt gegenüber.

Ein „Gedankenaustausch“ zur Sache zwischen ihm, Erster Kreisbeigeordneter Claudia Jäger und Egelsbachs Bürgermeister Jürgen Sieling sei insofern erst mal zweitrangig, teilt Landrat Oliver Quilling mit. „Die momentan maßgebliche Frage ist, ob der Verein gewerbsmäßigen Hundehandel betreibt oder nicht“, betont Quilling. Der Kreis habe wiederholt darauf hingewiesen, dass eine Erlaubnis für gewerbsmäßigen Tierhandel beantragt werden müsse, sofern die Tierherberge weiterhin Tiere aus dem Ausland aufnehmen und gegen Entgelt abgeben wolle.

„Dieser Antrag wurde nicht gestellt.“ Ehe in dieser Sache kein Gerichtsentscheid getroffen ist, seien weitergehende konkretere Überlegungen zum Standort oder baulichen Voraussetzungen „nicht sinnvoll“, so der Landrat. Abgesehen davon gelte das Vergleichsangebot des Gerichts, dem der Kreis bereits zugestimmt habe. „Wenn die Tierherberge sich verpflichtet, auf die Aufnahme neuer Tiere zu verzichten, wird der Kreis im Gegenzug nichts unternehmen, bis im Hauptverfahren entschieden ist.“

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07.04.2013     Zeitungsbericht

Offenbach-Post (03.04.2013)

Klare Linie und ein Funken Hoffnung

 

Wie geht’s weiter mit der Tierherberge? Den Fellnasen vor Ort bleibt wie gehabt nicht mehr als die Statistenrolle.
© Strohfeldt

 

Egelsbach – Wird der April zum „Monat der Wahrheit“ für die Tierherberge? Während die Verantwortlichen im vom Abriss bedrohten Hundeheim am Rande des Flugplatzes im Gerichtsstreit mit Bau- und Veterinäramt des Kreises den ersten Schiedsspruch erwarten, dringen aus dem Dietzenbacher Kreishaus neue Signale an die Öffentlichkeit. Von Holger Borchard

Sie künden von Kompromisslosigkeit und wecken doch Hoffnung auf eine „Egelsbacher Lösung“.

Es war kein kleiner „Aufmarsch“, den ehrenamtlich Aktive und Unterstützer des Tier-Rettungsdienstes Frankfurt eine Woche vor Ostern vor der Kreisverwaltung in Dietzenbach inszeniert haben. Der geballte Protest von rund hundert Zwei- sowie zahlreichen Vierbeinern sollte der Behörde um Landrat Oliver Quilling (CDU) veranschaulichen, dass der Verein um sein Domizil für rund 70 Hunde kämpft und dabei von zahlreichen Tierfreunden nach Kräften und allemal moralisch unterstützt wird.

Was war die Demonstration wert?
Was diese Demonstration wert war, die in ein Gespräch des Tierherbergen-Vorstands mit Oliver Quilling und Erster Kreisbeigeordneter Claudia Jäger im Rahmen der üblichen Bürgersprechstunde mündete, bleibt abzuwarten. „Wir haben die Begegnung als durchaus freundlich, aber eben einmal mehr als unverbindlich, weil uns nicht wirklich weiterhelfend, empfunden“, fasst Tierherbergen-Sprecherin Cornelia Finkbeiner zusammen. Der Verein wollte insofern die Zeit über die Osterfeiertage nutzen, um sich „zu sammeln“, so Finkbeiner, und das weitere Vorgehen zu besprechen.

Das ist vor allem auf den für Mitte des Monats avisierten Schiedsspruchs am Verwaltungsgericht Darmstadt ausgerichtet. Dort steht der Verein bekanntlich nicht mehr nur der Bauaufsicht des Kreises gegenüber, sondern inzwischen auch dem Kreis-Veterinäramt. Letzteres hat den Dauerstreit um die Legalisierung der vor rund vier Jahrzehnten illegal im so genannten Außenbereich gebauten Hütten um den Vorwurf des gewerbsmäßigen Tierhandels erweitert. Nun hat Justitia das Wort, doch bis zu einem abschließenden Urteilsspruch wird noch längere Zeit vergehen. Aktuell geht es für den Tierrettungsdienst darum, im Eilverfahren die Auflösung im Sofortvollzug zu verhindern. Erster Schritt ist ein Vergleich zwischen Verein und Kreis. Dieser besagt, dass die Tierschützer bis auf weiteres keine neuen Hunde aufnehmen und im Gegenzug der Bestand bis auf weiteres Schutz genießt.

Unterredung zum Thema Tierherberge
Interessant klingt freilich, was sich rund um die Osterfeiertage im Kreishaus getan hat. Dort wurde unter anderem ein Anruf im Egelsbacher Rathaus getätigt und Bürgermeister Jürgen Sieling zu einer Unterredung zum Thema Tierherberge eingeladen. Die findet schon heute Nachmittag statt; mit welchem Tenor, ließen Kreishaus- und Rathaus-Chef offen, nur so viel: Man wolle sondieren, ob eine Lösung an anderer Stelle in Egelsbach möglich sei.

Das lässt der Fantasie einigen Spielraum – und kommt beim Tier-Rettungsdienst Frankfurt entsprechend positiv rüber: „Wir haben die Entwicklung der vergangenen Tage mit gewissem Erstaunen, aber natürlich auch sehr erfreut zur Kenntnis genommen“, sagt Cornelia Finkbeiner. „Bislang hat es sich für unseren Verein ja immer so dargestellt, dass hier in Egelsbach kein geeignetes Grundstück für uns vorhanden ist.“

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31.03.2013     Zeitungsbericht

Frankfurter Neue Presse (28.03.2013)

Zukunft für die Tierherberge
Von Nicole Jost

Landrat Oliver Quilling signalisiert Hilfsbereitschaft, damit der Verein ein neues Gelände bekommt

Rund 70 Hunde brauchen über kurz oder lang ein neues Zuhause, denn die Tierherberge Egelsbach soll ihr Gelände räumen. Der Kreis wolle bei einer Lösung helfen, betont nun Landrat Oliver Quilling.

Kreis Offenbach.
Die Tierherberge Egelsbach, auf deren Grundstück derzeit rund 70 Hunde beheimatet sind, ist in Not: Die Zwangsräumung steht bevor. Landrat Oliver Quilling möchte dem Tier-Rettungsdienst Frankfurt helfen, eine Lösung zu finden. “Das wollte der Kreis Offenbach schon immer, denn sonst wäre das Grundstück längst geräumt. Das erste Mal gab es 1985 Kontakt zwischen Verein und Kreis wegen der Illegalität des Grundstückes. Der Kreis hat über Jahre die Fristen immer wieder verlängert”, verweist der Landrat auf die Historie.

Eher unrealistisch
Eine Legalisierung an dieser Stelle hinter dem Egelsbacher Flugplatz sei als eher unrealistisch zu betrachten. Es sei auf dieser Fläche schwierig, weil zum einen erst einmal Planungsrecht geschaffen werden müsste und zum anderen der Flächennutzungsplan auch dagegen spreche.

Das Tierheim könne sich eine Legalisierung auch nicht “ersitzen” – die Tierherberge war all die Jahre nur geduldet, nicht genehmigt, so Quilling. “Wir müssen an dieser Stelle auch konsequent sein – wir haben nicht nur in Egelsbach mit illegalen Bauten zu kämpfen”, erklärte der Landrat. Derzeit sei der Sachstand, dass die Tierherberge ab dem 15. April keine neuen Tiere aufnehmen dürfe.

“Wir haben aber immer signalisiert, dass, wenn es eine Fläche gibt, wo ein solches Projekt wie das Tierheim möglich wäre, wir das auch unterstützen werden. Von uns ist der Wille da, eine Lösung für eine Zukunft der Tierherberge zu finden”, betont Quilling. Dies habe er auch den demonstrierenden Tierschützern vor der jüngsten Kreistagssitzung in Dietzenbach erklärt.

Termin nach Ostern
Das Bauamt sei informiert und suche bereits nach möglichen Flächen in Egelsbach. Der Vorstand des Tier-Rettungsdienstes Frankfurt hat schon einen Termin nach Ostern mit Egelsbachs Bürgermeister Jürgen Sieling vereinbart, um zu klären, ob die Gemeinde ein potenzielles Gelände hat und bereit wäre, Planungsrecht zu schaffen.

Was den zweiten Streitfall betrifft – das Veterinäramt wirft dem Verein Tierhandel vor – das müsse das Gericht klären. “Das Veterinäramt ist der Meinung, dass die Tierherberge mit den Hunden handelt. Sie werden aus anderen Ländern geholt und gegen Geld hier wieder abgegeben – auch wenn sie damit keinen Gewinn machen. Ob das Handel ist, muss das Gericht klären, und dieses Urteil werden wir dann auch akzeptieren,” so Oliver Quilling.
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31.03.2013     Zeitungsbericht

Frankfurter Rundschau (27.03.2013)

Hilfe für die Tierherberge

Egelsbach Gelände gesucht

Der Kreis Offenbach will dem Tier-Rettungs-Dienst Frankfurt helfen, doch noch ein Ersatzgelände für die Tierherberge am Flugplatz Egelsbach zu finden. Das hat Landrat Oliver Quilling (CDU) gestern gesagt. Beschäftigte des Kreises seien bereits dabei, zu gucken, wo mögliche Flächen wären. Die Erste Kreisbeigeordnete Claudia Jäger (CDU) und er hätten zudem ein Gespräch mit dem Egelsbacher Bürgermeister Jürgen Sieling (SPD) zu dem Thema verabredet. Denn nur die Gemeinde könne schließlich Planungsrecht für ein mögliches Ersatzgelände beschließen.

Klar macht Quilling, dass der Kreis Offenbach, falls die Suche nach einem Ersatzstandort für das Hunde haltende Heim Erfolg verspricht, die Räumung des Geländes aufschieben wird. Eine Legalisierung der Gebäude auf dem bisherigen Gelände aber komme nicht in Frage. (cm.)

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31.03.2013     Zeitungsbericht

Frankfurter Rundschau (21.03.2013)

 

 

 

 

In der Tierherberge Egelsbach werden Hunde betreut und an neue Besitzer vermittelt.
Foto: Monika Müller

Demo für Erhalt der Tierherberge
Von Christoph Manus

Egelsbach. – Etwa 100 Menschen haben gestern Nachmittag, begleitet von zahlreichen Hunden, gut eine Stunde lang vor dem Dietzenbacher Kreishaus gegen die mögliche Schließung der Tierherberge Egelsbach demonstriert. Sie hielten Plakate hoch mit Slogans wie „Jetzt erst recht“, „Gegen das Aus“ und – auf die Tiere gemünzt: „Die Tierherberge ist unser Zuhause!“.

Nicht nur Egelsbacher waren unter den Demonstranten. Nadine Höß etwa aus Dietzenbach hatte schon drei Hunde aus der Tierherberge. Sie will nicht akzeptieren, wieso die Einrichtung nach Willen des Kreises schon am 15. April ihren Tierbestand auflösen und am 1. Oktober das Gelände räumen soll. Es gebe doch keine Beschwerden, niemanden, den die Herberge stört, argumentiert sie. Die laut Kreis einst illegal erbauten Hütten, könnten doch nachträglich legalisiert werden.

Nach einem Gespräch mit Landrat Oliver Quilling und der Ersten Kreisbeigeordneten Claudia Jäger (beide CDU) war Cornelia Finkbeiner, Pressesprecherin des die Herberge betreibenden Vereins, gestern immerhin zuversichtlich, dass auch die Baubehörde an einer Lösung interessiert sei. Der Tier-Rettungs-Dienst wehrt sich aber auch bereits juristisch. Gegen die Verfügungen des Kreises, die das Aus für die Herberge bedeuten würden, ist er vor Gericht gezogen. (cm.)

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31.03.2013      Zeitungsbericht

Offenbach-Post (21.03.2013)

Demonstration am Kreishaus
Protest gegen Schließung der Tierherberge

Unterstützer der Tierherberge Egelsbach demonstrieren in Dietzenbach vor dem Kreishaus.
Foto: © Towae

Egelsbach/Dietzenbach – „Gegen das Aus“ – „Wo sollen wir hin?“ Dies und Ähnliches stand auf etlichen Plakaten zu lesen.

Mit den Plakaten demonstrierten die Unterstützer der Tierherberge Egelsbach gestern Nachmittag vor dem Kreishaus in Dietzenbach gegen die drohende Schließung.

Der Kreis fährt bekanntlich über Bau- und Veterinäramt einen rigorosen Kurs gegenüber dem vor Jahrzehnten illegal im Egelsbacher Außenbereich errichteten Domizil für knapp 70 Hunde. Dagegen wehrten sich 100 Zweibeiner in Begleitung zahlreicher Vierbeiner, die auf ein Einlenken der Behörde hoffen.

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31.03.2013     Fernsehbericht

Offenbach-Post (21.03.2013)

Tierherberge Egelsbach vor dem Aus

Die Tierherberge in Egelsbach steht vor dem Aus, denn die Behörden wollen das Tierheim schließen. Die Tierfreunde wehren sich dagegen und sammeln Unterschriften.

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17.03.2013     Zeitungsbericht

Rhein-Main Extra Tipp (17.03.2013)

Ungewisse Zukunft für Tierheim und Hunde

Als ob er ahnen könnte, wie es um sein derzeitiges Zuhause steht, schaut dieser Hund traurig in die Ferne. Wie es für ihn und seine Artgenossen weitergeht, ist derzeit unklar.
© Foto: fabi

Tierherberge Egelsbach im verzweifelten Kampf mit den Behörden

Egelsbach – Hunde raufen fröhlich miteinander, liegen faul in ihren Hütten oder tapsen neugierig auf die Besucher in der Tierherberge Egelsbach zu. Nicht ganz so fröhlich geben sich die Mitarbeiter der Herberge sowie die Vorsitzenden Petra Franci und Corinna Michaelis. Bereits seit vergangenem Jahr droht der Einrichtung des Tier-Rettungs-Dienstes Frankfurt die Schließung durch das Bau- und Veterinäramt des Landkreises Offenbach.
Von Fabienne Seibel

„Es ist für uns nervlich sehr anstrengend, die Tierherberge unter diesen Umständen weiter zu betreiben. Doch wir haben uns entschlossen, den Kampf weiterzuführen“, sagt Petra Franci. Die Vorsitzende und die Mitarbeiter der Tierherberge Egelsbach haben aus Liebe zu den Tieren in den vergangenen Monaten viele Strapazen auf sich genommen.

Seit bereits über 30 Jahren befinden sich die Zwinger und Gehege an dem Platz hinter dem Egelsbacher Flughafen. Damals wurde alles ohne Baugenehmigung errichtet, woran sich der Kreis Offenbach jahrelang nicht störte. Seit 2007 kämpft die Herberge nun schon um ein Baurecht, denn seit August 2011 steht eine Räumungsklage im Raum. Das Veterinäramt hat dem Tierheim deshalb die Betriebserlaubnis entzogen. Seitdem kämpft Petra Franci gemeinsam mit ihrem Team um das Bestehen des Tierheims. Sie fordert: „Die Behörden sollen uns endlich die Chance geben, die Tierherberge auf legalen Füßen zu betreiben.“

In mehr als 50 umliegenden Städten und Gemeinden suchten die Verantwortlichen nach einem Gelände, auf das sie ihre Tierherberge verlagern können, doch die Suche brachte keine positiven Ergebnisse.

Franci beklagt: „Wir haben sehr viele Leute die hinter uns stehen und schon mehr als 12.500 Unterschriften für den Erhalt der Herberge gesammelt. Doch keiner will sich mal wirklich für uns einsetzen.“

Große Hoffnung legen die Tierliebhaber aus Egelsbach auf die geplante Protestaktion, die am Mittwoch, 20. März um 14 Uhr vor dem Kreishaus in Dietzenbach stattfinden soll.

Doch was wird aus den zahlreichen Hunden, wenn die Tierherberge, wie zur Zeit angedroht, das Gelände tatsächlich räumen muss? „Wir haben zur Zeit zirka 60 bis 70 Hunde hier. Davon sind ungefähr 20 Langzeitbewohner dabei. Wenn wir hier wirklich alles räumen müssen, ist besonders die Zukunft der Hunde, die schlecht oder gar nicht vermittelbar sind, ungewiss. Das ist sehr traurig, denn unsere Schützlinge liegen uns sehr am Herzen,“ sagt Vorsitzende Franci.

Anmerkung des Tier-Rettungs-Dienst-Frankfurt e.V.:
In der Druckausgabe des Rhein-Main Extra Tipp hatte sich bei der Anzahl der Unterschriften eine Null zu viel eingeschlichen!
Wir haben uns erlaubt, dies für die Veröffentlichung auf unserer HP zu korrigieren und damit der tatsächlichen Anzahl der Stimmen anzupassen .
C.F.

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15.03.2013     Zeitungsbericht

Dreieich Zeitung (14.03.2013)

Hilferuf gegen Willkür  Tierherberge: Verein ruft zu Protestaktion auf

TRÜBSALBLASEN wäre eine Möglichkeit, wie Zwei- und Vierbeiner auf die drohende Schließung der Egelsbacher Tierherberge reagieren könnten. Doch die Verantwortlichen des Trägervereins haben sich dafür entschieden, gegen die “Behördenwillkür” zu kämpfen, und hoffen auf Unterstützung der Bevölkerung. Foto:Sarasocke

Egelsbach (hs) – Im mittlerweile fünfjährigen, immer stärker eskalierenden Streit um die Zukunft der örtlichen Tierherberge setzen die Verantwortlichen des als Träger dieses Hunde-Asyls fungierenden Tier-Rettungsdienstes Frankfurt (TRDF) auf eine zweigleisige Strategie: Einerseits beschreiten sie den Gerichtsweg, um im Überlebenskampf gegen Bauaufsicht und Veterinäramt des Kreises Offenbach, die mit gebündelten Kräften gegen den Verein vorgehen, ein Urteil zu ihren Gunsten zu erlangen. Andererseits mobilisiert der Vorstand um die Vorsitzende Petra Franci verstärkt die Öffentlichkeit, um den Fortbestand der direkt neben dem Egelsbacher Flugplatz gelegenen Einrichtung zu sichern. So ruft die TRDF-Führungsriege beispielsweise für Mittwoch (20.) zu einer Protestaktion vor dem Kreishaus in Dietzenbach auf und hat zudem bei einer Pressekonferenz am Montag ein weiteres Mal auf das – ihrer Meinung nach – äußerst unfaire Agieren der Behörden aufmerksam gemacht und einen „Hilferuf“ abgesetzt.Bei dieser Gelegenheit ließ Petra Franci nicht nur die knapp 40-jährige Geschichte des seinerzeit illegal im sogenannten „Außenbereich“ der Gemeinde errichteten Domizils für einheimische Fund- und Abgabehunde sowie vor einem schlimmen Schicksal bewahrte bellende Vierbeiner aus dem europäischen Ausland Revue passieren, sondern fuhr auch schweres Geschütz gegen die zuständigen Stellen im Kreishaus auf. „Mit zum Teil haltlosen Behauptungen wird gegen uns vorgegangen“, sprach die TRDF-Vorsitzende von „Behördenwillkür“.

Diese harsche Kritik Francis bezieht sich vor allem auf die Argumentation des für die tierschutzrechtliche Genehmigung zuständigen Veterinäramtes. Dessen Vertreter, die in der Vergangenheit die Betriebserlaubnis der Tierherberge dreimal ohne jegliche Beanstandungen erteilt hatten, monieren Franci zufolge nun auf einmal das Fehlen geeigneter Räumlichkeiten für die Unterbringung der im Schnitt zwischen 60 und 70 Hunde und behaupten obendrein, dass das Personal nicht über die nötige Sachkunde verfügen würde.

„Beides ist schlicht unwahr, doch alles, was wir zur Widerlegung dieses Vorwurfs vorlegen, wird seitens der Behörden ignoriert“, empörte sich die Vereinsvorsitzende hierüber ebenso wie über die Unterstellung des Veterinäramtes, wonach der TRDF mit der Aufnahme und Vermittlung ausländischer Vierbeiner gegen eine Schutzgebühr einen gewerblichen Handel mit dem Ziel betreibe, Gewinne zu erzielen: „Mal ganz abgesehen davon, dass uns das Finanzamt nicht als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt hätte, wenn dies tatsächlich der Fall wäre, sprechen auch die Fakten ganz klar gegen diese Behauptung der Behörde.

“Nach Angaben Francis hätten nämlich im vergangenen Jahr den Ausgaben für Strom, Futter und medizinische Untersuchungen in Höhe von rund 230.000 Euro auf der Einnahmenseite lediglich rund 65.000 Euro für 281 vermittelte Hunde gegenübergestanden. „Daran wird ersichtlich, dass die uns entstehenden ­Kos­ten nicht mal ansatzweise durch die Vermittlungsgebühr abgedeckt werden, sondern wir auf Spenden angewiesen sind.“ Und so wehrt sich der Trägerverein der Tierherberge, der seit seiner Gründung im Jahr 1981 über 6.000 Hunde in ein neues Zuhause vermitteln konnte, vehement gegen eine Gleichstellung mit einem Gewerbebetrieb.

Weil der TRDF also aus guten Gründen nicht den von der Behörde geforderten Antrag auf gewerblichen Handel stellen wollte und konnte („Das wäre der Todesstoß für uns, da wir dann den Status der Gemeinnützigkeit verlieren würden und keine Spendenquittungen mehr ausstellen könnten“, so Franci), hat das Veterinäramt im Schulterschluss mit dem Bauamt des Kreises, das die baurechtliche Genehmigung für die vorhandenen Hundeunterkünfte verweigert, die Daumenschrauben angezogen: Im Januar erging die Verfügung des Kreises, wonach keine weiteren Tiere mehr aufgenommen werden dürften, der Hundebestand zum 15. April aufgelöst und das Gelände zum 1. Oktober geräumt werden müsse.

Obwohl der seit 2008 währende Kampf gegen das drohende Aus der Tierherberge die handelnden Personen des TRDF „langsam mürbe macht“, werfen Franci und Co. die Flinte nicht ins Korn. Vielmehr zeigen die engagierten Tierschützer, die seit Anfang 2012 rund 50 Städte und Gemeinden in der Region sowie die Katholische Kirche auf der Suche nach einem Alternativstandort erfolglos angeschrieben haben, nun eine Trotzreaktion. „Wir wollen den Kampf weiterführen, denn wir hängen am Standort Egelsbach und würden hier gerne unsere Tierherberge auf legale Füße stellen“, erklärt Franci.

Und so ist der Verein juris­tisch gegen die fatalen Anordnungen der Behörden vorgegangen – und scheint einen weiteren (kleinen) Erfolg erzielen zu können: Das Verwaltungsgericht Darmstadt hat nun einen Vergleich vorgeschlagen, „mit dem wir zunächst leben könnten“, wie es Thomas Krampol formulierte. Laut dem als ehrenamtlicher Justiziar des Vereins fungierenden Rechtsanwalt wäre damit der „Sofortvollzug“ der Tierherberge-Schließung vom Tisch, allerdings dürften ab dem 15. April auch keine neuen Hunde mehr aufgenommen werden.

Ob sich die Gegenseite auf diesen Vergleich einlässt, entscheidet sich dieser Tage, doch unabhängig davon läuft das Hauptsacheverfahren in Bezug auf die baurechtliche Grundlage und die tierschutzrechtliche Betriebserlaubnis. Mit einer Entscheidung hierüber rechnet Krampol noch in diesem Jahr.

Und während Petra Franci vom Verhalten der vom Verein kontaktierten Politiker maßlos enttäuscht ist („Niemand setzt sich für uns öffentlich ein, nur hinter vorgehaltener Hand kriegen wir gesagt, dass wir eine gute Arbeit leisten.“), hofft sie auf die anhaltende Unterstützung der Bevölkerung, die sich bislang schon mit 12.500 Unterschriften für den Erhalt der Tierherberge ausgesprochen hat.

Und wer an der eingangs erwähnten Protestaktion teilnehmen will, sollte sich am Mittwoch (20.) um 14 Uhr vor dem Kreishaus in Dietzenbach, Werner-Hilpert-Straße 1, einfinden. Weitere Infos sind im Internet auf der Homepage des Vereins (www.tierherberge-egelsbach.de) erhältlich.

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13.03.2013      Zeitungsbericht

Frankfurter Allgemeine Zeitung (12.03.2013)

„Hilferuf“ für Egelsbacher Tierherberge

Heimstatt für Hunde: Blick in die Tierherberge Egelsbach, um deren Zukunft es einen Rechtsstreit gibt.
Foto: © Wohlfahrt, Rainer

11.03.2013 ·  Um das Tierheim am Rand des Flugplatzes Egelsbach zu erhalten, streitet der Trägerverein mit dem Landkreis Offenbach vor Gericht und sucht Unterstützer. Von Stefan Toepfer, Egelsbach

Der Verein „Tierrettungsdienst Frankfurt“ verstärkt seine Anstrengungen, um die Tierherberge in Egelsbach weiter betreiben zu können. Nun wandte er sich in einer Pressekonferenz mit einem, so die Vereinsvorsitzende Petra Franci, „Hilferuf an die Öffentlichkeit“, und am 20. März soll es um 14 Uhr eine Demonstration vor dem Kreishaus in Dietzenbach geben. In dem Tierheim ist Platz für rund 60 Hunde, vor allem für solche, die aus dem Ausland stammen. Die Tiere werden an Privatleute vermittelt.

Anlass für den Protest des Vereins sind Einwände des Bauamts und des Veterinäramts des Landkreises Offenbach gegen den derzeitigen Betrieb. Im Zentrum stehen baurechtliche und veterinärrechtliche Fragen. So moniert der Kreis, dass auf dem Gelände illegal errichtete Gebäude stünden, für die es keine planungsrechtliche Grundlage gebe, und dass bis heute keine „Erlaubnis für den gewerbsmäßigen Tierhandel“ beantragt worden sei.

„Wollen eine vernünftige Lösung“
Der Streit wird mittlerweile vor dem Verwaltungsgericht Darmstadt ausgetragen. Derzeit will der Trägerverein vor allem verhindern, dass die vom Kreisveterinäramt mit Verweis auf die fehlende Betriebserlaubnis zum 15. April angeordnete „Auflösung des Tierbestands“ Wirklichkeit wird. Dagegen hat der Verein geklagt. Nach Auffassung des Vereinsjustitiars Thomas Krampol könnte es noch in diesem Monat zu einem vom Gericht vorgeschlagenen Vergleich kommen. Danach müssten die Tiere das Heim nicht verlassen, es dürften aber auch keine neuen mehr aufgenommen werden.

Ungeachtet dessen würden die beiden sogenannten Hauptsacheverfahren zum Bau- und zum Veterinärrecht weitergehen. Dem Vergleich zuzustimmen falle dem Verein zwar schwer, „aber wir wollen eine vernünftige Lösung finden“. Den Sofortvollzug einer Abrissverfügung konnte er im vergangenen Jahr bereits verhindern.

Dass die Hundehütten einst ohne Genehmigung errichtet worden sind, bestreitet der Trägerverein nicht, kritisiert aber, dass dieses Kriterium jetzt gelten solle, wo der Kreis doch jahrzehntelang nichts zu beanstanden gehabt habe. Ein Gewerbe für das Heim anzumelden lehnt der Verein ab. „Er würde sonst seine Gemeinnützigkeit verlieren, dürfte keine Spenden mehr sammeln oder Erbschaften annehmen“, so Krampol. „Das wäre das finanzielle Aus für die Tierherberge.“ Franci wehrt sich gegen die „Unterstellung“ des Kreises, die Herberge sei ein Gewerbebetrieb: „Wir erzielen keine Gewinne.“

Kosten von 230.000 Euro im Jahr
Nach Angaben des Vereins lagen die Kosten für das Heim im vergangenen Jahr bei 230.000 Euro. Um die Hunde kümmern sich drei Tierpfleger und zwei 400-Euro-Kräfte. Zu Buche schlagen auch Ausgaben für den Tierarzt. An Einnahmen wurden aus der Vermittlungsgebühr für 281 Hunde 65 300 Euro erzielt. Der Rest musste über Mitgliedsbeiträge, Spenden und Patenschaften erwirtschaftet werden. Das Gelände hat der Verein von der Hessischen Flugplatz GmbH gepachtet.

Der Streit begann vor etwa fünf Jahren, als der Verein ein Wohnhaus auf dem Gelände abreißen musste, in dem Privatleute die Tierschutzarbeit begonnen hatten. Der Verein wurde 1981 dort tätig. Franci hob hervor, sich intensiv nach einem anderen Standort umgeschaut, aber keinen gefunden zu haben. „Wir wollen für die Tierherberge kämpfen.“ Bisher hat der Tierrettungsdienst Frankfurt mehr als 12 500 Unterschriften gesammelt und dem Kreis übergeben. Kontakt gab es auch zu Politikern, von denen sich der Verein allerdings mehr Unterstützung erhofft hat.

KOMMENTAR
Das Tierheim sollte bleiben

11.03.2013 ·  Mehr als 50 andere Hunde leben in der Tierherberge Egelsbach. In der Vermittlung von zuvor vernachlässigten Hunden aus dem Ausland erfüllt sie eine wichtige Funktion.
Von Stefan Toepfer

Ob „Carolin“ aus Rumänien, „Kalif“ aus Polen oder „Moricz“ aus Ungarn – sie und mehr als 50 andere Hunde leben derzeit in der Tierherberge Egelsbach. Viele von ihnen stammen wie diese drei aus dem Ausland und sind unter schlimmen Bedingungen gehalten worden, manche wurden misshandelt.

Natürlich kann man sich fragen, ob es zur Aufgabe von Tierheimen gehört, Hunde aus dem Ausland zu beherbergen. Tatsächlich gibt es schon mit der Aufnahme, Pflege und Vermittlung „einheimischer“ Hunde genug zu tun – gleich, ob sie zum Beispiel irgendwo ausgesetzt und gefunden wurden oder ob es beschlagnahmte Kampfhunde sind, die nicht bei ihren Haltern bleiben dürfen. Aber wer sich auch nur oberflächlich mit dem Schicksal von Hunden in manchen süd- und osteuropäischen Ländern befasst, kann nicht umhinkommen, ihnen eine bessere Heimstatt zu wünschen.

In der Vermittlung jener Hunde erfüllt die Tierherberge Egelsbach, die weit über den Ort hinaus bekannt ist, einen wichtigen Dienst. Sie sollte deswegen bleiben, und die streitenden Parteien – das Tierheim und der Kreis Offenbach – sollten in ihrem Rechtsstreit vor dem Verwaltungsgericht Darmstadt eine Lösung finden.

Dass bau- und veterinärrechtliche Bestimmungen einzuhalten sind, versteht sich. Aber es ist nicht leicht zu vermitteln, warum der Landkreis die Einrichtung lange geduldet hat, jene Bestimmungen jetzt aber eine Schließung rechtfertigen können sollen. Einem Vergleich zuzustimmen, der offenbar im Zuge des veterinärrechtlichen Gerichtsverfahrens ansteht, wäre ein wichtiger Schritt, den beide Parteien gehen sollten, um die Situation erst einmal zu entlasten.

Folgt man dem als gemeinnützig anerkannten Verein „Tierrettungsdienst Frankfurt“, hat er in seinem Bemühen um den Erhalt des Heims kaum eine Lobby im Landkreis Offenbach und in Hessen. Vielleicht muss der Verein über seine bisherigen Anstrengungen hinaus tatsächlich noch mehr professionelle Netzwerkarbeit betreiben. Vielleicht aber – und der Verdacht kann auch entstehen – interessieren sich zu wenige Entscheidungsträger für Hunde wie „Carolin“, „Kalif“ und „Moricz“.

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